‘Ohne Unterstützung oder Mittel, aber mit Zuversicht’: Die Geschichte von Yariel Tamayo, einem alleinerziehenden Vater aus Bayamo, der Hilfe fand
Von unserer Redaktion
Bayamo, Granma – 28. Juli 2026
Das Leben von Yariel Tamayo Rodríguez spiegelt den stillen Kampf wider, den viele kubanische Väter täglich führen. Mit zwei minderjährigen Kindern, darunter dem kleinen Alan Yariel Tamayo im Alter von gerade einmal einem Jahr, trägt dieser Alleinerziehende eine enorme Verantwortung auf seinen Schultern, ohne auf ein unterstützendes Netzwerk zählen zu können.
“Die Mutter der Kinder ist derzeit nicht in der Lage, sich um sie zu kümmern”, erzählt Yariel mit gebrochener Stimme, aber ohne Groll. Sein einziges Einkommen besteht aus Gelegenheitsarbeiten, mit denen er etwa 2.000 kubanische Pesos pro Monat verdient. Dieser Betrag reicht nicht einmal aus, um Alans Grundernährung zu sichern. Er braucht Milch, Getreide und andere lebensnotwendige Lebensmittel für sein Wachstum.
Als die Situation unhaltbar wurde, wandte sich Yariel mit einer Bitte um Hilfe an die Stiftung Amistad con Cuba.
Nachdem die Stiftung Kenntnis von seiner Situation erhalten hatte, wurde beschlossen, sofort zu handeln. Dank der Unterstützung von Spendern und dem Einsatz von Freiwilligen wurde humanitäre Hilfe organisiert, um die schwierigen Umstände dieser Familie zumindest vorübergehend zu lindern.
Die Solidarität legte viele Kilometer zurück, um Bayamo zu erreichen. Einer der Freiwilligen der Stiftung, Day, fuhr etwa fünf Kilometer mit dem Fahrrad, um die Spenden abzuholen und zum Treffpunkt zu bringen. Dort bot ein privater Fahrer, der nicht mit der Stiftung verbunden ist, unentgeltlich sein Auto und seine Zeit an, um die Hilfe zum Haus von Yariel zu transportieren.
Eine anonyme Geste, aber von unschätzbarem Wert.
“Der Mann war zu nichts verpflichtet und trotzdem tat er es. Das werde ich nie vergessen”, sagte Yariel voller tiefer Dankbarkeit.
Dank dieser Kette der Solidarität erhielt der kleine Alan Nahrung und die Familie erhielt darüber hinaus Kleidung und Schuhe.
“Ich habe keine Worte, um meine Dankbarkeit auszudrücken. Das ist nicht nur Essen oder Kleidung; es ist die Erkenntnis, dass ich nicht allein da stehe. Dass es Menschen gibt, die mich nicht kennen, aber sich dennoch um meine Kinder kümmern”, sagte er bewegt, während er Alan in seinen Armen hielt.
Die Stiftung Amistad con Cuba bekräftigt erneut ihr Engagement für die gefährdetsten Familien auf der Insel. Jede Form von Hilfe ist dank Menschen möglich, die spenden, Freiwilligen, die ihre Zeit und Energie einsetzen, und engagierten Bürgern, die keine Anerkennung suchen, sondern ihr Mitgefühl in konkrete Taten umsetzen.
Heute blickt Yariel mit etwas mehr Hoffnung in die Zukunft. Zwei Kinder alleine großzuziehen, inmitten so vieler Schwierigkeiten, bleibt eine enorme Aufgabe. Aber wenn helfende Hände auftauchen – auf einem Fahrrad oder am Steuer eines Autos – fühlt sich der Weg plötzlich weniger steil an.
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Stichting Amistad con Cuba
Freundschaft verändert Leben




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